Die Cloud-Plattform von Microsoft, Windows Azure, ist heute in 21 Ländern als kommerzielles Angebot gestartet. Ebenso SQL Azure, die relationale Datenbank für das Cloud Computing mit Windows Azure. Insgesamt hat man 3 Jahre lang an der Public-Cloud-Plattform gearbeitet, die Beta-Phase ging 15 Monate lang. Microsoft platziert sein Angebot als Konkurrenz zu Amazon, Google, IBM und Salesforce. Ab heute werden die Azure-Dienste weltweit kostenpflichtig.

Microsoft bietet drei verschiedene Bezahlmöglichkeiten: „Pay-as-you-go“-, auf Abonnementbasis sowie auf den Verbrauch ausgerichtet. Die Preise sind seit Juli 2009 bekannt: Eine Stunde Rechenzeit kostet 12 US-Cent, für 1 Gigabyte Speicherplatz verlangt Microsoft 15 US-Cent pro Monat und 10.000 Transaktionen schlagen mit 1 US-Cent zu Buche. Den Traffic berechnet Microsoft pro GByte mit 10 bei eingehenden und mit 15 US-Cent bei ausgehenden Daten. Die Web-Edition der SQL-Azure-Datenbank mit 1 GByte Speicherplatz kostet 10 US-Dollar. Für die Business-Ausgabe mit 10 GByte Plattenplatz werden 100 US-Dollar verlangt.

Neu sind weiterhin die Windows Azure Tools v1.1, die C#- und „Visual Basic .NET“-Entwicklern den Zugang zur Cloud-Computing-Plattform erleichtern und die Entwicklung von Applikationen für die Azure-Plattform unterstützen sollen. Funktionsfähig sind sie mit Visual Studio 2008 SP1 und dem ersten Release Candidate für Visual Studio 2010.